Kriegerdenkmal

Das Denkmal befindet sich direkt neben der Pfarrkirche, 1920 wurde der Theaterverein "Fideler Bauer" gegründet. Die heil aus dem ersten Weltkrieg heimgekehrten jungen Männer errichteten ihren gefallenen Kameraden zu Ehren ein Kriegerdenkmal. Das Geld hierfür wurde durch die Aufführung von verschiedenen Theaterstücken eingespielt. Ein großer auch finanzieller Erfolg wurde die Aufführung des Passionsspieles. In der Ortschronik von Gonzerath heißt es:
"Aus nah und fern strömten in Scharen Alt und Jung zusammen, um das ergreifende Spiel zu erleben. Der große Saal der Gastwirtschaft Gorges war bei den Aufführungen so überfüllt, daß über die Hälfte der Besucher wieder umkehren mußte, obwohl die Einheimischen aus Rücksicht auf die auswärtigen Besucher ferngeblieben waren."
Es wurden insgesamt über 15000 Mark eingespielt. Das Kriegerdenkmal wurde aus Quarzitblöcken errichtet. Der Entwurf stammte von dem Morbacher Bildhauer Bonekoh, erstellt wurde es von dem Stukkateur Kieren, seinem Gehilfen Peter Kieren und Peter Bohr. Die Bernkasteler Zeitung berichtete am 25.August 1920 von der feierlichen Einweihung:
Hier einige Passagen des Berichtes:
"Am verflossenen Sonntag fand in Gonzerath die Einweihungsfeier des Kriegerdenkmals statt. Trotz des schlechten Wetters war die Feier schön und würdig. Viele Fremde waren aus der Umgebung zusammengeströmt. Nach einer feierlichen Vesper bewegte sich  durch das Dorf eine große Prozession, in deren Mitte die Statue der Muttergottes, die jetzt das Denkmal krönt, von den Kriegern getragen wurde. Voraus zogen die drei Veteranen unseres Dorfes mit der Kriegerfahne, und die Krieger. Die Musik spielte Muttergotteslieder. Die Einweihung, die nun folgte wurde eingeleitet durch schöne Vorträge des Kirchenchores, und der Musik, die die Trauer um die Gefallenen und das Vertrauen in die Gottesmutter zum Ausdruck brachten....
Nachmittags um 5 und abends um 9 wurde das fünfaktige Schauspiel: "An der Gnadenstätte der Klothilde - die blinde Pilgerin von Lourdes" im vollbesetzten Saal aufgeführt. Der Andrang war so stark, daß am folgenden Sonntag wieder 2 Vorstellungen nachmittags um 4 und abends um 8 gehalten werden mußten. Mit einer Geschicklichkeit, die man bei Landmädchen kaum suchen sollte, haben die Mädchen mit ihrer Leiterin es verstanden, die Schönheit von Lourdes und die rührende Heilung der Fürstenkinder, den Besuchern vor Augen zu führen. An der tiefen Stille im Saal konnte man konnte man die große Wirkung erkennen."

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